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Leirubakki Geschichte

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Geschichte


Leirubakki im Jahre 1944

Die Geschichte von Leirubakki

 



 Leirubakki ist ein großer, herrschaftlicher Besitz, der schon in ältesten Überlieferungen wie z.B. den Bischofschroniken und der Sturlungasaga erwähnt wird, und hier stand sechs Jahrhunderte lang eine Kirche. Leirubakki besitzt viel Land, fast tausend Hektar, und früher gehörten noch die Pachthöfe Leirubakkahóll, Leirubakkahjáleiga, Réttarnes und Vatnagarður dazu.

Die älteste schriftliche Erwähnung findet sich im Kirchenverzeichnis des Bischofs Páll von Skálholt aus der Zeit um 1200. Eine Kirche gab es dort mindestens schon seit 1180, denn in jenem Jahr wird der Hof im Zusammenhang mit den Händeln von Jón Loftsson auf Oddi und dem hl. Þórlákur, Bischof in Skálholt, erwähnt. Jón Loftsson lauerte dem Bischof auf, als dieser sich “nach einer vergnüglichen Nacht”, wie es in der Þorlákssaga heißt, von Leirubakki auf dem Heimweg befand. Die Kirche stand bis 1766, und zunächt wohnte u.a. auch ein Geistlicher auf Leirubakki. Bis zur Reformation war die Kirche dem Apostel Petrus geweiht. Der Friedhof besteht immer noch, und verschiedene Gegenstände aus der Kirche sind ebenfalls erhalten geblieben.

Snorri SturlusonDer erste Besitzer des Hofes, von dem wir etwas wissen, war Kolskeggur der Reiche, Gode der Dalverjar, welcher im Jahre 1223 starb. Man weiß, dass später der berühmte Verfasser der Edda, Snorri Sturluson (1179 – 1241), den Hof besaß. Seine Frau Hallveig war eine Schwestertochter Kolskeggurs. Im Laufe des 14. und 15. Jahrhunderts waren viele bekannte Persönlichkeiten Eigentümer von Leirubakki, wie z.B. Árni Ólafsson und später Björn Þorleifsson, Landverweser des dänischen Königs, und nach seinem Tode, seine Witwe, Ólöf die Reiche. Im 17. Jahrhundert befindet sich der Hof im Besitz eines der wohlhabendsten Männer im Lande, Bjarni Sigurðsson, und er geht nach ihm auf dessen Sohn, den Kreisrichter Magnús Bjarnason, über. Väterlicherseits war Magnús ein Nachkomme des Landverwesers Torfi Jónsson, und er var auch vierter Generation von Jón Arason, dem letzten katholischen Bischof, ab. Das nebenstehende Bild zeigt eine Statue von Snorri Sturluson. 

Leirubakki wird in vielen alten Schriften, Geschichten und Sagen erwähnt. Es existieren z.B. auch mehrere Inventarlisten über den Besitz der Kirche von Leirubakki. In der Nähe der Hofgebäude gibt es die Flurnamen Álfatún (Elfen- oder Albenwiese)und Álfaþúfa (Albenhügel). Sie finden in interessanter Weise Erwähnung u.a. in den Niederschriften von Guðni Jónsson. Weithin bekannt war auch der Leirubakki-Geist, den man bis ins 20. Jahrhundert fürchtete und über dessen Schabernack es vielerlei Berichte gibt.

Heute weiß niemand mehr, wie die erste Leirubakki-Kirche ausgesehen hat. Vielleicht ähnelte sie der hier abgebildeten Stabkirche von Öye in Norwegen aus dem 12. Jahrhundert. Man weiß, dass in Island in den ersten Jahrhunderten nach der Christianisierung Stabkirchen errichtet wurden.

 



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